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Nebenwirkungen im Beipackzettel: Nicht verunsichern lassen

Berlin, 23. Juni 2015 – Die Auflistungen der Nebenwirkungen im Beipackzettel verunsichern viele Patienten, vor allem wegen der Angaben zu ihrer Häufigkeit. „Wenn eine Nebenwirkung laut Packungsbeilage ‚häufig‘ auftritt, entspricht das nicht dem, was man landläufig darunter versteht“, sagt Gabriele Overwiening aus dem Geschäftsführenden Vorstand der Bundesapothekerkammer. Wenn eine Nebenwirkung laut Beipackzettel ‚häufig‘ auftritt, leidet darunter weniger als einer von zehn Anwendern. ‚Gelegentliche‘ Nebenwirkungen betreffen weniger als einen von 100 Anwendern. Overwiening: „Bevor man aus Angst vor Nebenwirkungen ein Medikament nicht einnimmt, sollte man mit dem Apotheker über Risiken sprechen. Durch sachliche Information und das persönliche Gespräch kann er die Einnahmetreue in vielen Fällen verbessern.“

Die im Beipackzettel aufgelisteten Nebenwirkungen treten nicht bei jedem Patienten auf. Die Hersteller sind aber verpflichtet, Patienten über alle bekannten Nebenwirkungen zu informieren und die jeweilige Häufigkeit anzugeben. Dadurch entstehen teilweise lange Listen, die auf Patienten abschreckend wirken können. Overwiening: „Hat jemand den Verdacht, unter einer Nebenwirkung zu leiden, sollte er seinen Apotheker darüber informieren.“ Die Apotheker melden dies der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK).

Bereits im 16. Jahrhundert prägte der Arzt Paracelsus den Grundsatz, dass jedes Medikament mit erwünschten Wirkungen auch unerwünschte Nebenwirkungen haben kann. Overwiening: „Das gilt grundsätzlich auch für rezeptfreie Medikamente, auch wenn sie in vielen Fällen sehr gut verträglich sind. Aber auch hier bedarf es der Beratung durch das pharmazeutische Fachpersonal in der Apotheke. Das sorgt für die größtmögliche Arzneimitteltherapiesicherheit.“

Drei Viertel aller Hamburger leiden gelegentlich unter Magen-Darm-Beschwerden

Hamburg/Berlin, 17. Juni 2015 – Magen-Darm-Beschwerden sind weit verbreitet; drei Viertel der Hamburger (74 Prozent) leiden darunter. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Meinungsforschungs-unternehmens forsa im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Befragt wurden 3.200 Bundesbürger ab 18 Jahren zu Beschwerden in den vergangenen zwölf Monaten. „Verdauungsprobleme sind nicht nur weit verbreitet, auch der Leidensdruck ist für viele Betroffene enorm. Apothekerinnen und Apotheker beraten ihre Patienten deshalb tagtäglich dazu, was sie gegen Magen-Darm-Beschwerden tun können“, sagt Kai-Peter Siemsen, Präsident der Apothekerkammer Hamburg. Der „Tag der Apotheke“ am 18. Juni 2015 steht unter dem Motto „Für Ihr Bauchgefühl. Was tun bei Magen-Darm-Beschwerden?“

Spitzenreiter der Verdauungsbeschwerden ist Sodbrennen: Jeder Dritte (36 Prozent) kennt es aus eigener Erfahrung. Jeder Vierte leidet an Magenschmerzen. Übelkeit und Erbrechen plagen jeden Fünften. Siemsen: „Wir haben bei dem Thema Verstopfung bewusst nur die chronischen Beschwerden erfragt. Jeder 20. Bundesbürger, genauer gesagt sechs Prozent, leidet daran. Entgegen der landläufigen Meinung sind nicht vor allem Ältere betroffen, die Beschwerden sind in allen Altersgruppen gleichmäßig verbreitet.“

Nicht nur die Häufigkeit, auch der Leidensdruck ist enorm: Von Übelkeit oder Erbrechen fühlen sich 69 Prozent extrem oder sehr beeinträchtigt. Hoch ist auch der Leidensdruck bei Durchfall, Verstopfung und Magenschmerzen. Siemsen: „Die Beratung zu Magen-Darm-Beschwerden ist eine wichtige Aufgabe der Apothekerinnen und Apotheker. Dabei geht es um weit mehr als um die Beratung zu Präparaten. Wir haben deshalb Informationsmaterial dazu entwickelt, wie man den Beschwerden vorbeugen kann, welche nicht-medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wann ein Arztbesuch ratsam ist.“ Patienten erhalten gedruckte Flyer in Apotheken. Zusätzlich sind sie digital auch in Englisch, Russisch und Türkisch verfügbar.

Medikamente in der Schwangerschaft richtig einsetzen

Hamburg, 26. Mai 2015 – Übelkeit oder Erbrechen, Rückenschmerzen oder Sodbrennen: Viele Schwangere leiden im ersten Drittel der Schwangerschaft unter der sogenannten Morgenübelkeit, andere kämpfen im letzten Trimester mit Schlafstörungen. Zusätzlich sind schwangere Frauen auch vermehrt von Erkältungskrankheiten betroffen. Doch die Unsicherheit bei werdenden Müttern ist groß: auf welche Präparate man in dieser sensiblen Lebensphase zurückgreifen kann und welche einfachen Maßnahmen Linderung verschaffen, erläutert die Apothekerkammer Hamburg.

Gewusst wie: Beschwerden in der Schwangerschaft sanft lindern

Schwangere Frauen, die unter Übelkeit leiden, sollten sich körperlich schonen und ausreichend Ruhe gönnen. Kleinere Mahlzeiten und Ingwertee erleichtern die Symptome, anthroposophische oder homöopathische Arzneimittel können zusätzlich hilfreich sein. Frauen, die unter dauerhaftem oder starkem Erbrechen leiden, sollten in jedem Fall einen Arzt konsultieren. Einer Verstopfung lässt sich mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr und einer ballaststoffreichen Ernährung entgegensteuern, Füll- und Quellstoffe wie Flohsamen wirken ebenfalls vorbeugend. Bei Rückenschmerzen helfen Wärmebehandlungen wie Fangopackungen. Leiden Schwangere unter Sodbrennen, kommen Arzneimittel mit Schichtgittersilikaten oder Alginaten zum Einsatz. Bei nur leichten Beschwerden kann ein fertig zubereiteter Kartoffelsaft aus der Apotheke Linderung verschaffen. Werdende Mütter, die unter Schlafstörungen leiden, sollten auf eine gute „Schlafhygiene“ mit regelmäßigen Schlaf- und Aufstehzeiten, kleine Abendmahlzeiten, Spaziergänge vor dem Zubettgehen und ein gut durchlüftetes Schlafzimmer achten. In schwerwiegenden Fällen ist ein Arztbesuch ratsam.

Generell gilt: Eine Beratung in der Apotheke kann viele Unsicherheiten nehmen. Ob die beobachtete Symptomatik für eine Selbstmedikation geeignet ist, welche Präparate ratsam sind oder ob ein Arztbesuch erforderlich ist, lässt sich im Gespräch mit dem Apotheker abklären. Auch eine Selbstmedikation sollte ohne Rücksprache mit einem Arzt nicht länger als 14 Tage andauern.

Vom richtigen Umgang mit Erkältungssymptomen

Schwangere sind häufiger von Erkältungen betroffen, die zudem länger andauern. Werdende Mütter sollten sich schonen, Ruhepausen gönnen, ausreichend trinken und zusätzlich inhalieren, um die Schleimhäute ausreichend zu befeuchten. Dazu eignen sich auch Lutschpastillen mit Panthenol oder Isländisch Moos.

Vorrangiges Ziel bei Erkältungen mit Temperaturen über 39 Grad ist es, das Fieber zu senken: Hohes Fieber kann Fehl- und Frühgeburten auslösen. Mit Paracetamol, das auch über die gesamte Schwangerschaft hinweg gegen Schmerzen eingesetzt werden kann, lässt sich das Fieber senken. Bis zur 30. Schwangerschaftswoche kann auch Ibuprofen als Fiebermittel oder entzündungshemmendes Schmerzmittel verwendet werden. Tipp: Schwangere sollten keine kombinierten Erkältungsmittel verwenden, da die Vielzahl der darin enthaltenden Stoffe das Risiko erhöht. Als Mittel bei verschleimtem Husten eignen sich zum Lösen Ambroxol und Thymiankraut bzw. bei trockenem Reizhusten Dextromethorphan und Eibischwurzel.

Unbedenklich? Beratung durch den Apotheker suchen

Generell sollten in der Schwangerschaft Medikamente verwendet werden, die schon lange im Einsatz sind. Außerdem sind Arzneimittel mit einem einzigen Wirkstoff, sogenannte Monopräparate, zu bevorzugen. Schmerzmittel wie Diclofenac sollten nur bis zur 30. Schwangerschaftswoche eingesetzt werden, Diphenhydramin und Dimenhydrinat nicht mehr ab der 25. Woche zur Anwendung kommen. Bei vielen Arzneistoffen ist Vorsicht im ersten Drittel der Schwangerschaft geboten.

Werdende Mütter sollten sich in der Apotheke beraten lassen, da die Packungsbeilagen der Arzneimittel in Bezug auf die Arzneimittelanwendung in der Schwangerschaft eher allgemein gehalten sind. Hintergrund: Mit Schwangeren dürfen aus ethischen Gründen keine klinischen Studien durchgeführt werden, daher ist man auf Beobachtungsdaten angewiesen. Die Quellen für die Abschätzung des wirklichen Risikos sind jedoch nicht optimal. Ärzte, Apotheker und Patienten erhalten in Deutschland gute Risikodaten über www.embryotox.de und www.reprotox.de bzw. die beiden Informationsstellen, die diese Internetseiten betreiben.

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