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Wie alle Heilberufe sind auch die Apothekerinnen und Apotheker in berufsständischen Selbstverwaltungseinrichtungen zusammengeschlossen. Die Berufsorganisation aller Hamburger Apothekerinnen und Apotheker ist die Apothekerkammer Hamburg. Ihre Rechtsgrundlage findet sich im Hamburgischen Kammergesetz für die Heilberufe. Hier wird der Rahmen abgesteckt, innerhalb dessen sich die Apothekerkammer bewegen kann. Die Apothekerkammer nimmt auf der einen Seite die Interessen der Gesamtheit ihrer Mitglieder wahr und erbringt für diese umfangreiche Serviceleistungen, sie muss auf der anderen Seite aber auch darauf achten, dass die Mitglieder ihre Berufspflichten einhalten. Der Berufsstand erhält unter dem Dach der Kammer das Recht, sich selbst für bestimmte Bereiche eigene Regeln zu geben, und übernimmt gleichzeitig Pflichten, die im Allgemeinen, öffentlichen Interesse liegen und damit eigentlich Aufgabe des Staates wären.

Die Arbeit der Apothekerkammer wird alleine aus Beiträgen ihrer Mitglieder finanziert, es gibt keine staatlichen Zuschüsse. Insoweit entlastet die berufsständische Selbstverwaltung nicht nur den Staat bei der Erledigung wichtiger Verwaltungsarbeiten, sondern auch in finanzieller Hinsicht.

Die Hamburger Apothekerinnen und Apotheker sind in verschiedenen Bereichen aktiv. Zum 01. Juni 2017 setzten sich die Mitglieder der Apothekerkammer Hamburg wie folgt zusammen:

350 Leiter öffentlicher Apotheken (Inhaber, Pächter, Verwalter)
1043 angestellte Apotheker/innen in öffentlichen Apotheken
343 Apotheker/innen im Bereich Wissenschaft, Industrie und Verwaltung
99 Krankenhausapotheker/innen
612 Apotheker/innen in Freizeit/Rente/ohne Beschäftigung
67 Pharmazeuten im Praktikum

Damit gehörten der Kammer zu diesem Zeitpunkt 2447 Apotheker/innen und 67 Pharmazeuten im Praktikum, d.h. im letzten Ausbildungsabschnitt zum Apothekerberuf befindliche Mitglieder an.


Die Apothekerkammer Hamburg ist nach demokratischen Regeln aufgebaut. Alle Mitglieder der Kammer sind zugleich Mitglieder der Kammerversammlung (Vollversammlung), die über wichtige berufspolitische Fragen entscheidet, für die Berufsangehörigen maßgebliche Satzungen und Richtlinien erlässt und über den Haushalt der Apothekerkammer beschließt. Alle Kammermitglieder wählen für eine Amtsperiode von jeweils vier Jahren in geheimer und schriftlicher Wahl den Vorstand, der sich aus zwölf Apothekerinnen und Apothekern zusammensetzt. Aus seiner Mitte wiederum wird die Präsidentin/der Präsident der Apothekerkammer gewählt.


Die Hauptsatzung der Apothekerkammer schreibt vor, dass alle Gruppierungen des Berufsstands mit einer bestimmten Quotierung im Vorstand vertreten sein müssen. Die selbständigen Leiter öffentlicher Apotheken (Inhaber/innen und Pächter/innen) sind mit sechs Sitzen im Vorstand vertreten. Die angestellten Apotheker/innen in öffentlichen Apotheken haben vier Sitze, jeweils einen Sitz haben die Apotheker/innen in Wissenschaft, Industrie und Verwaltung sowie die Krankenhausapotheker/innen. Durch diese Verteilung ist eine Parität zwischen angestellten und selbständigen Apotheker/innen im Vorstand sichergestellt.

Kammerversammlung und Vorstand sind berechtigt, für die Bearbeitung spezieller Fragen Ausschüsse zu wählen oder zu berufen, z. B. für die Ausarbeitung von Satzungen oder für die Planung von Fortbildungsangeboten.