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Hiermit möchten wir Sie auf den Tag der Apotheke am Donnerstag, den 7. Juni 2018 aufmerksam machen.

Jede Apotheke kann mit individuell ausgestalteten Aktionen vor Ort die Leistungsvielfalt der öffentlichen Apotheken bewerben.

Die Texte und Bildvorschläge zu den folgenden Servicethemen:

  • Nacht- und Notdienst
  • Reiseapotheke

  • Hausapotheke

  • Kindergesundheit

  • Familien/Schwangerschaft

  • Impfen

 finden Sie hier.

Ab dem 18. April 2018 startet die Kampagne „Antibiotika gezielt einsetzen. Damit sie wirksam bleiben“. Die Hamburger Landeskonferenz für gesundheitliche und pflegerische Versorgung hat unter Leitung der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz und unter Mitwirkung der Apothekerkammer Hamburg einen Strategie- und Maßnahmenplan entwickelt, damit unnötige Antibiotikaverordnungen möglichst vermieden werden und die Wirksamkeit von Antibiotika erhalten bleibt.

Antibiotika zählen zu den weltweit am häufigsten verschriebenen Medikamenten und gelten seit ihrer Entdeckung vor über 70 Jahren als Wunderwaffe gegen bakterielle Infektionen. Bezogen auf die Verordnungshäufigkeit nehmen sie seit vielen Jahren eine Spitzenposition unter den verordnungsstärksten Wirkstoffgruppen ein. Die Anwendung dieser Arzneimittel beinhalten allerdings auch Risiken. Werden Antibiotika zu oft, über einen zu langen Zeitraum oder unsachgemäß angewandt, begünstigt das die Entstehung und Verbreitung von resistenten Erregern. In Deutschland werden die meisten Antibiotika im ambulanten Bereich verordnet (85%), überwiegend durch Hausarztpraxen. 2014 wurden etwa 39 Millionen Antibiotika-Rezepte ausgestellt. Hauptindikation waren dabei die akuten Atemweginfekte, die jedoch in mehr als 90% der Fälle auf Viren zurückzuführen sind.

Um unnötige Antibiotikaverordnungen in Hamburg zu verringern und die Resistenzlage nachhaltig zu verbessern hat die Landeskonferenz verschiedene Handlungsfelder identifiziert und entsprechende Maßnahmen neu entwickelt oder bereits bestehende aufgenommen. Insbesondere die Aufklärung der Bevölkerung und eine Sensibilisierung in den Gesundheitsberufen für das Thema stehen im Mittelpunkt der Kampagne. Dazu erhalten Arztpraxen und Apotheken verschiedene Abreißblöcke zur Mitgabe und Aufklärung der betroffenen Patienten. Eine Homepage, auf der das gesamte Maßnahmenpapier und weiterführende Informationen zu finden sind, wurde erstellt. Um möglichst viele Hamburger zu erreichen werden zusätzlich Plakate in U-und S-Bahnen, an Litfaß-Säulen, Stadt-Informationsanalagen angebracht und Postkarten über die Stadt verteilt.
 
Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie ab 18. April 2018 unter www.hamburg.de/antibiotika-gezielt.

 

 

 

Ab dem 20. März 2018 startet die Kampagne „Medikamentenreste richtig entsorgen“. Die Kampagne ist eine gemeinsame Aktion von HAMBURG WASSER, der Behörde für Umwelt und Energie und der Apothekerkammer Hamburg. Kernbotschaft der Kampagne ist, dass Alt-Medikamente im Rahmen der Entsorgung nicht über die Toilette in den Wasserkreislauf gelangen sollen, sondern in den Restmüll gehören. 

In Deutschland werden jährlich 30.000 Tonnen Medikamente verkauft. Von den 2.300 zugelassenen Wirkstoffen ist rund die Hälfte als potenziell umweltrelevant einzustufen. Diese gelten als schwer abbaubar und können sich somit in der Umwelt anreichern. Dazu gehören beispielsweise Schmerzmittel wie Diclofenac, Blutdrucksenker, Hormone oder Wirkstoffe wie Gabapentin und Carbamazepin. Das Problem: Heutige dreistufige kommunale Kläranlagen sind nicht auf die Eliminierung von Spurenstoffen im Abwasser ausgerichtet. Auch wenn derzeit aufgrund der geringen Konzentration der Stoffe im Wasser eine Gesundheitsgefahr laut Umweltbehörde noch nicht gegeben ist, haben aber auch Niedrigst-Konzentrationen Auswirkungen auf die Gewässerökologie. Auch die unerwarteten Effekte durch die Wechselwirkung zwischen verschiedenen Wirkstoffen sind längst noch nicht ausreichend bekannt. Hier gilt es deshalb schon jetzt, durch eine richtige Entsorgung vorzubeugen. 

Eine repräsentative Umfrage von HAMBURG WASSER und der Umweltbehörde hat ergeben, dass sich jeder Vierte nur mangelhaft über die richtige Entsorgung von nicht mehr benötigten Arzneimitteln informiert fühlt. Mehr als 40 Prozent gaben an Reste von Medikamenten schon mindestens einmal oder regelmäßig über die Toilette/Spüle entsorgt zu haben. Fast zwei Drittel der Befragten wünschen sich mehr Aufklärung dazu. Diese soll im Rahmen der gemeinsamen Kampagne nun erfolgen.

Durch bedruckte Papiertüten, die in den Hamburger Apotheken ausgegeben werden, soll das Bewusstsein der Patienten für das Problem geweckt und auf eine umweltschonende Entsorgung hingewiesen werden. Weitere Informationen zu dem Thema sind ab Kampagnenstart auf  www.hamburg.de/klar-zum-aendern zu finden.

Die Umsetzung der EU-Fälschungsrichtlinie geht auf die Zielgerade. Alle Apotheken, aber auch Krankenhäuser und pharmazeutische Großhändler müssen sich bis Februar 2019 an das deutsche securPharm-System anschließen. Die hierfür notwendige Komponente, der securPharm-Apothekenserver, wird von der NGDA – einer 100%igen Tochter der AVOXA – entwickelt und betrieben.  

Mit der Umsetzung von securPharm beginnt für die Apothekerschaft der nächste Schritt der Digitalisierung. Den notwendigen Zugang zu dem securPharm System erhält die Apotheke über die N-Ident. Die N-Ident ist als vertrauenswürdige Teilnehmeridentifikation für die sichere digitale Kommunikation und eine Vielzahl apothekennaher Onlineservices ausgelegt und somit auch die Basis für ein eigenes Apothekernetz.

Mit securPharm erfüllt die Apothekerschaft nicht nur eine wichtige Rolle beim Schutz der Patienten vor gefälschten Arzneimitteln, sie macht gleichzeitig einen Riesenschritt in Richtung der Digitalisierung des Berufsstands.

Hier erfahren Sie alles rund um securPharm.

Hier erhalten Sie eine Checkliste für Ihre Apotheke.

 

Auf www.securPharm.de steht die digitale Version des aktuellen securPharm-Statusberichts 2018 zum Download bereit.

 

Hinweis zur Umsetzung der Fälschungsschutzrichtlinie 2011/62/EU und Delegierter Verordnung (EU) 2016/161 in Apotheken

Gemäß den Vorgaben der Fälschungsschutzrichtlinie 2011/62/EU und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/161 sind alle Apotheken ab dem 9. Februar 2019 verpflichtet, verifizierungspflichtige Arzneimittel vor Abgabe an den Patienten auf ihre Echtheit zu überprüfen.

Für den Aufbau und den Betrieb des nationalen Verifizierungssystems für Arzneimittel in Deutschland ist die nicht-gewinnorientierte Organisation securPharm e.V. verantwortlich. Diese setzt sich aus den folgenden Mitgliedern zusammen: ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V., Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels e.V. (PHAGRO), Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa), Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI), Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH), Avoxa – Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH sowie deren Tochter NGDA – Netzgesellschaft Deutscher Apotheker mbH und die Informationsstelle für Arzneispezialitäten GmbH (IFA).

Wir möchten Ihnen heute wichtige Informationen darüber geben, wie das nationale Verifizierungssystem aufgebaut ist, welche gesetzlichen Verpflichtungen Sie haben und wie Sie sich an das System anbinden können.

1.    Systemaufbau

Um den größtmöglichen Datenschutz für alle Systemnutzer zu gewährleisten, arbeitet securPharm mit einem System getrennter Datenbanken für Hersteller und arzneimittelabgebende Stellen. Pharmazeutische Unternehmer laden ihre packungsbezogenen Daten in das so genannte Datenbanksystem der pharmazeutischen Industrie hoch. Alle arzneimittelabgebenden Stellen wie Apotheken, Krankenhäuser oder Großhändler schließen sich an das so genannte Apothekensystem an, um verifizierungspflichtige Packungen prüfen und deaktivieren zu können.

2.    Verpflichtungen

Ab dem 9.2.2019 müssen alle Apotheken die Sicherheitsmerkmale:

  • individuelles Erkennungsmerkmal in einem Data Matrix Code (individuelle Seriennummer, Produktcode, Charge und Verfalldatum)
  • Erstöffnungsschutz / Vorrichtung gegen Manipulation

jeder betroffenen Arzneimittelpackung vor Abgabe an den Patienten überprüfen und anschließend das individuelle Erkennungsmerkmal im System deaktivieren. Ohne die Überprüfung beider Sicherheitsmerkmale und das Ausbuchen vor der Abgabe dürfen verifizierungspflichtige Arzneimittel ab 9.2.2019 nicht mehr abgegeben werden (Art. 25 Abs. 1 der Delegierten Verordnung (EU) 2016/161).

3.    Systemanbindung

Die NGDA – Netzgesellschaft Deutscher Apotheker mbH ist der von securPharm beauftragte Betreiber für das „Apothekensystem“, an das sich Apotheken anbinden müssen, um ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen zu können. Die interne Vorbereitung zur Anbindung liegt im Verantwortungsbereich der einzelnen Apotheke. Zu den Aufgaben hierbei gehören unter anderem die Schaffung der Anbindungsvoraussetzungen des technischen Systems (Internetverbindung, 2D Scanner, usw.), sowie die Planung der internen Prozesse für die vom Gesetzgeber geforderte Echtheitsprüfung in Apotheken. Die technischen Prozesse zur Echtheitsprüfung von Arzneimitteln werden über die Warenwirtschaftssysteme integriert. Ansprechpartner für alle Fragen zur technischen Anbindung und der obligatorischen Legitimitätsprüfung ist Ihr Softwarehaus oder Ihr Partner für das Warenwirtschaftssystem. Dieser kümmert sich in Ihrem Auftrag um die Anbindung Ihrer Apotheke an das von der NGDA betriebene Apothekensystem als Teil von securPharm.

Damit die Umstellung reibungslos läuft und rechtzeitig zum Starttermin am 9.2.2019 alles funktioniert, sollten Sie sich möglichst frühzeitig an das securPharm-System anbinden. Ihr Apothekensoftwarehaus wird auf Sie zukommen und Ihre Apotheke mit der nötigen Hard- und Software ausstatten.

Sollten Sie nicht eine Standard-Apothekensoftware einsetzen, so sprechen Sie Ihr Softwarehaus aktiv an.

Weitere Informationen zu den gesetzlichen Grundlagen (Fälschungsschutzrichtlinie und Delegierte Verordnung) und zu securPharm finden Sie unter www.securPharm.de.

 

 

Zu der securPharm-Informationsveranstaltung vom 8. November 2017 ist ein Videobericht im Newsroom der ABDA verfügbar:

www.abda.de/newsroom/

Suchen Sie Mitarbeiter, Vertretungen oder eine neue Stelle? Im Stellenmarkt der Apothekerkammer Hamburg können Sie online nach Angeboten oder Gesuchen recherchieren oder selber einen Stellengesuch oder Stellenangebot aufgeben.
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