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Apotheker erstellen Eckpunkte zur Sicherung der Preisbindung und Weiterentwicklung des Leistungsangebots

Presseinformation

Berlin, 18. Januar 2019 – Die sichere, flächendeckende und patientennahe Arzneimittelversorgung muss auch in der ‚digitalen Welt‘ erhalten bleiben. Zur Sicherung der Preisbindung bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln und zur Weiterentwicklung des Leistungsangebots der Apotheken hat die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände deshalb Eckpunkte erstellt.

Im Dezember hatte der Bundesgesundheitsminister der ABDA seine Eckpunkte zur Sicherung und Weiterentwicklung der flächendeckenden Arzneimittelversorgung vorgestellt. „Wir haben uns damit intensiv auseinandergesetzt und begrüßen grundsätzlich seine Vorschläge zur Etablierung neuer pharmazeutischer Dienstleistungen und zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der deutschen Apotheken“, sagt ABDA-Präsident Friedemann Schmidt. Das deutliche Bekenntnis zur versorgungssichernden Rolle der freiberuflich geführten Apotheken und zur Sicherung der freien Apothekenwahl der Patienten als konstitutive Elemente im deutschen Gesundheitswesen bewertet Schmidt als zukunftsweisend.

Als völlig unzureichend schätzt die deutsche Apothekerschaft hingegen die Vorschläge zur Wiederherstellung der grenzüberschreitenden Preisbindung bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom Oktober 2016 ein. Schmidt: „Daraus würde eine für die deutschen Apotheken unzumutbare und in den rechtlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen vollkommen unkalkulierbare Wettbewerbssituation entstehen. Ausnahmeregelungen für europäische Versandhändler halten wir weder politisch, rechtlich noch im Sinne der Patienten für zielführend. Wir fordern die vollständige Wiederherstellung der Preisbindung für alle an der Arzneimittelversorgung deutscher Patienten teilnehmenden Apotheken und Versandhändler.“ Dieses tragende Prinzip des deutschen Gesundheitswesens muss nach Auffassung der ABDA auch auf europäischer Ebene durchgesetzt werden – im Interesse der deutschen Patienten und der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung.

Schmidt: „Die ABDA schlägt Eckpunkte vor zur Wiederherstellung der Preisbindung, zur Sicherung der patientennahen Arzneimittelversorgung und zur aktiven Gestaltung des digitalen Wandels im Gesundheitswesen. Wir werden damit in den nächsten Wochen in einen offenen Dialog mit den politischen Kräften über die notwendigen gesetzgeberischen Maßnahmen eintreten.“

  • Ein Video-Statement des ABDA-Präsidenten sehen Sie dazu hier.

  • Die Eckpunkte zur Sicherung der Preisbindung und Weiterentwicklung des Leistungsangebots finden Sie hier.

  • Weitere Informationen unter www.abda.de

Ansprechpartner

Dr. Reiner Kern, Pressesprecher, Tel. 030 40004-132, presse@abda.de

Dr. Ursula Sellerberg, Stellv. Pressesprecherin, Tel. 030 40004-134, u.sellerberg@abda.de

pharmacon in Meran – bereits zum 57. Mal findet die Fortbildungswoche in der bezaubernden Stadt in Südtirol statt. Durch seine einzigartige Mischung aus wissenschaftlichen und praxisrelevanten Vorträgen, Seminaren und Exkursionen ist der pharmacon-Kongress über Deutschland hinaus bekannt und zieht jedes Jahr Hunderte deutschsprachiger Apotheker an. Erleben Sie exzellente pharmazeutische Fortbildung und kollegialen Austausch in einmaliger Kulisse. Erleben Sie den pharmacon-Kongress Meran!

Ein dickes Fell

Das größte Organ des Menschen – die Haut – ist ständigen Einflüssen aus der Umwelt ausgesetzt. Bereits heute leidet etwa ein Drittel der Bevölkerung unter behandlungsbedürftigen Hauterkrankungen – Tendenz zunehmend. Das erste Schwerpunktthema des Kongresses stellt die Haut in den Fokus. Dabei stehen die Ursachen und Therapien verschiedener Hauterkrankungen, die Besonderheiten in der Kinderdermatologie und die Bedeutung der Formulierung für den Therapieerfolg im Mittelpunkt.

Alles im Fluss

In Deutschland leben mehr als zwei Millionen Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion. Mit der Abnahme der Nierenfunktion entstehen häufig weitere Komorbiditäten, die nicht selten mit einem erhöhten Risiko für eine Polymedikation und somit für arzneimittelbezogene Probleme einhergehen. Apotheker können hier die Arzneimitteltherapiesicherheit deutlich erhöhen. Grund genug, dieses Thema im Rahmen des Schwerpunktes Urogenitaltrakt in den Mittelpunkt zu stellen. Als weitere Themen stehen die Antibiose bei Harnwegsinfektionen, die Behandlung der Prostatahyperplasie und das Prostatakarzinom auf dem Programm.

Frühlingsgefühle

… sind in Meran nichts Ungewöhnliches. Dafür sorgt das Wechselspiel der Hormone in unserem Körper. Diese Botenstoffe übermitteln wichtige Informationen und sind an der Regulation einer Vielzahl von Körperfunktionen beteiligt. Ihre Bedeutung für unser Wohlbefinden wird häufig erst bewusst, wenn sie aus dem Gleichgewicht geraten bzw. sich die Hormonspiegel mit dem Alter verändern. Dann ist ggf. eine Substitution oder aber eine Modulation der Hormonwirkung sinnvoll. Wichtig, dass der Apotheker auch bei diesen hochaktiven Themen den Überblick behält.

Die Anmeldung finden Sie ab Mitte Februar 2019 unter www.pharmacon.de.

Das Programmheft erhalten Sie hier.

 

 

ABDA-Imagekampagne: "Einfach unverzichtbar"

Volkskrankheit Diabetes: Viele Menschen müssen Insulin spritzen, um ihren Blutzuckerspiegel im Griff zu behalten. Doch der Umgang mit dem Insulin-Pen fällt – gerade zu Beginn der Erkrankung – nicht immer leicht. Wie er funktioniert, zeigt dir dein Apotheken-Team gerne direkt #vorOrt. Denn Beratung ist hier #unverzichtbar! Mehr Infos zu beratungsintensiven Arzneimitteln findest du hier:

www.einfach-unverzichtbar.de/fuer-patienten 

Anlässlich des 11. Europäischen Antibiotikatages am 18. November 2018 startet die zweite Welle der Kampagne „Antibiotika gezielt einsetzen. Damit sie wirksam bleiben.“ Plakate wurden sowohl an die Hamburger Arztpraxen verschickt als auch öffentlichkeitswirksam an Stadtinformationsanlagen und Infoscreen-Spots aufgehängt.

Ziel der zweiten Plakatierung ist eine erhöhte Aufmerksamkeit in der Bevölkerung für die seit April laufende Kampagne. Denn wenn Antibiotika zu häufig und unnötig eingesetzt werden, erhöht sich das Risiko von Resistenzen. Selbst harmlose Verletzungen, Standardoperationen und Infektionen können dann bereits zum Tode führen, wenn die lebensrettenden Medikamente nicht mehr wirken.

An der Aufklärungskampagne sind u. a. die Gesundheitsbehörde, Krankenkassen, Ärzte-, Zahnärzte- und Psychotherapeutenkammer, die Krankenhausgesellschaft, Apotheker und Patientenvertreter beteiligt.

Diese und weitere Informationen stehen unter www.hamburg.de/antibiotika-gezielt zur Verfügung.

 

„Hamburger Gesundheitsschnack“

Apothekerkammer Hamburg hat Gesundheitsblog gestartet

 Hamburg, 04.06.2018 – Die Nase läuft, der Hals kratzt – was können Betroffene tun, um die Beschwerden zu lindern? Wie funktioniert das menschliche Immunsystem? Und welche skurrilen Geschichten passieren eigentlich im Apothekenalltag? Das sind nur einige der Themenkomplexe aus dem „Hamburger Gesundheitsschnack“, dem neuen Gesundheitsblog der Apothekerkammer, der heute offiziell an den Start gegangen ist. Erreichbar ist dieser ab sofort unter www.gesundheits-schnack.de.

Gesundheitstipps und mehr

Um den Dialog mit den Menschen auch Online aufrechtzuerhalten, finden Interessierte im neuen Blog ab sofort zahlreiche Tipps rund um das Thema Gesundheit, Arzneimittel und den Beruf des Apothekers. Die Beiträge sollen dabei helfen, sich über leichtere Erkrankungen zu informieren und einen ersten Anhaltspunkt zur Therapie zu finden. Aber auch Beiträge zu aktuellen Themen aus Hamburg und Umgebung gehören zum Repertoire des Blogs.

Apothekenalltag erfahrbar machen

Neben klassischen Gesundheitstipps gibt es die Rubrik „Dööntjes aus der Apotheke“, die über spannende, lustige und skurrile Geschichten aus dem Apothekenalltag Hamburgs berichtet. Mit dem Blog möchte die Apothekerkammer die Hamburger dazu ermutigen, sich mehr mit ihrer Gesundheit und dem eigenen Wohlbefinden auseinanderzusetzen. Er soll aber auch ein Bewusstsein für die Leistung der Hamburger Apothekerinnen und Apotheker schaffen und auch junge Menschen für den Beruf des Pharmazeuten begeistern.

Geprüfte Beiträge

Alle Blogbeiträge sind stets aktuell und von Apothekerinnen und Apothekern auf Richtigkeit und Vollständigkeit geprüft. Mit aktuellen Ankündigungen zu regionalen Veranstaltungen informiert die Apothekerkammer über weitere Aktivitäten.

 

Ab dem 18. April 2018 startet die Kampagne „Antibiotika gezielt einsetzen. Damit sie wirksam bleiben“. Die Hamburger Landeskonferenz für gesundheitliche und pflegerische Versorgung hat unter Leitung der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz und unter Mitwirkung der Apothekerkammer Hamburg einen Strategie- und Maßnahmenplan entwickelt, damit unnötige Antibiotikaverordnungen möglichst vermieden werden und die Wirksamkeit von Antibiotika erhalten bleibt.

Antibiotika zählen zu den weltweit am häufigsten verschriebenen Medikamenten und gelten seit ihrer Entdeckung vor über 70 Jahren als Wunderwaffe gegen bakterielle Infektionen. Bezogen auf die Verordnungshäufigkeit nehmen sie seit vielen Jahren eine Spitzenposition unter den verordnungsstärksten Wirkstoffgruppen ein. Die Anwendung dieser Arzneimittel beinhalten allerdings auch Risiken. Werden Antibiotika zu oft, über einen zu langen Zeitraum oder unsachgemäß angewandt, begünstigt das die Entstehung und Verbreitung von resistenten Erregern. In Deutschland werden die meisten Antibiotika im ambulanten Bereich verordnet (85%), überwiegend durch Hausarztpraxen. 2014 wurden etwa 39 Millionen Antibiotika-Rezepte ausgestellt. Hauptindikation waren dabei die akuten Atemweginfekte, die jedoch in mehr als 90% der Fälle auf Viren zurückzuführen sind.

Um unnötige Antibiotikaverordnungen in Hamburg zu verringern und die Resistenzlage nachhaltig zu verbessern hat die Landeskonferenz verschiedene Handlungsfelder identifiziert und entsprechende Maßnahmen neu entwickelt oder bereits bestehende aufgenommen. Insbesondere die Aufklärung der Bevölkerung und eine Sensibilisierung in den Gesundheitsberufen für das Thema stehen im Mittelpunkt der Kampagne. Dazu erhalten Arztpraxen und Apotheken verschiedene Abreißblöcke zur Mitgabe und Aufklärung der betroffenen Patienten. Eine Homepage, auf der das gesamte Maßnahmenpapier und weiterführende Informationen zu finden sind, wurde erstellt. Um möglichst viele Hamburger zu erreichen werden zusätzlich Plakate in U-und S-Bahnen, an Litfaß-Säulen, Stadt-Informationsanalagen angebracht und Postkarten über die Stadt verteilt.
 
Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie ab 18. April 2018 unter www.hamburg.de/antibiotika-gezielt.

 

 

 

Ab dem 20. März 2018 startet die Kampagne „Medikamentenreste richtig entsorgen“. Die Kampagne ist eine gemeinsame Aktion von HAMBURG WASSER, der Behörde für Umwelt und Energie und der Apothekerkammer Hamburg. Kernbotschaft der Kampagne ist, dass Alt-Medikamente im Rahmen der Entsorgung nicht über die Toilette in den Wasserkreislauf gelangen sollen, sondern in den Restmüll gehören. 

In Deutschland werden jährlich 30.000 Tonnen Medikamente verkauft. Von den 2.300 zugelassenen Wirkstoffen ist rund die Hälfte als potenziell umweltrelevant einzustufen. Diese gelten als schwer abbaubar und können sich somit in der Umwelt anreichern. Dazu gehören beispielsweise Schmerzmittel wie Diclofenac, Blutdrucksenker, Hormone oder Wirkstoffe wie Gabapentin und Carbamazepin. Das Problem: Heutige dreistufige kommunale Kläranlagen sind nicht auf die Eliminierung von Spurenstoffen im Abwasser ausgerichtet. Auch wenn derzeit aufgrund der geringen Konzentration der Stoffe im Wasser eine Gesundheitsgefahr laut Umweltbehörde noch nicht gegeben ist, haben aber auch Niedrigst-Konzentrationen Auswirkungen auf die Gewässerökologie. Auch die unerwarteten Effekte durch die Wechselwirkung zwischen verschiedenen Wirkstoffen sind längst noch nicht ausreichend bekannt. Hier gilt es deshalb schon jetzt, durch eine richtige Entsorgung vorzubeugen. 

Eine repräsentative Umfrage von HAMBURG WASSER und der Umweltbehörde hat ergeben, dass sich jeder Vierte nur mangelhaft über die richtige Entsorgung von nicht mehr benötigten Arzneimitteln informiert fühlt. Mehr als 40 Prozent gaben an Reste von Medikamenten schon mindestens einmal oder regelmäßig über die Toilette/Spüle entsorgt zu haben. Fast zwei Drittel der Befragten wünschen sich mehr Aufklärung dazu. Diese soll im Rahmen der gemeinsamen Kampagne nun erfolgen.

Durch bedruckte Papiertüten, die in den Hamburger Apotheken ausgegeben werden, soll das Bewusstsein der Patienten für das Problem geweckt und auf eine umweltschonende Entsorgung hingewiesen werden. Weitere Informationen zu dem Thema sind ab Kampagnenstart auf https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/themen/klar-zum-aendern/ zu finden.

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