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Notdienstordnung 2020 und Änderungen der Apothekenverzeichnisse

 

Ab sofort ist die kalendarische Notdienstordnung 2020 sowie die Übersicht der Änderungen der Apothekenverzeichnisse in der Rubrik Infos für Apotheken unter Notdienstordnung (geschützter Mitgliederbereich, Login erforderlich) für Hamburger Apotheken verfügbar.
 
Wir bitten um Kenntnisnahme und Beachtung!
 
Vielen Dank.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Ihre Geschäftsstelle
Apothekerkammer Hamburg K.d.ö.R.

 

Foto: Hauptversammlung der deutschen Apothekerinnen und Apotheker in Düsseldorf (Quelle: ABDA/ Jardai)

PRESSEINFORMATION

Düsseldorf, 27. September 2019 – Mit überwältigender Mehrheit hat der Deutsche Apothekertag gestern Abend verlässliche ordnungsrechtliche Rahmenbedingungen in der Arzneimittelversorgung und die Wiederherstellung der Preisbindung für rezeptpflichtige Medikamente gefordert. Nach intensiver Diskussion adressieren die mehr als 300 Delegierten der Hauptversammlung folgenden Appell an den Gesetzgeber:

„Die Hauptversammlung der deutschen Apothekerinnen und Apotheker fordert den Gesetzgeber auf, sichere und verlässliche ordnungsrechtliche Rahmenbedingungen für die inhabergeführten öffentlichen Apotheken in Deutschland zu gewährleisten. Der Gesetzgeber soll sich unverzüglich dafür einsetzen, den staatlich übertragenen Versorgungsauftrag der Apotheke gesetzgeberisch zu stärken, damit die flächendeckende Versorgung für alle Bürgerinnen und Bürger durch unabhängige Apotheken in Deutschland weiterhin zu jeder Zeit gewährleistet bleibt.

Insbesondere ist durch geeignete Regelungen sicherzustellen, dass der einheitliche Apothekenabgabepreis für alle verschreibungspflichtigen Arzneimittel gilt.

Der Bundesrat hat festgestellt, dass dies vollständig durch den Ausschluss der verschreibungspflichtigen Arzneimittel vom Versandhandel erreicht werden kann. Daher fordert die Hauptversammlung der deutschen Apothekerinnen und Apotheker den Gesetzgeber auf, die Stellungnahme des Bundesrates in das laufende Gesetzgebungsverfahren ergänzend einzubringen und so die Gleichpreisigkeit schnellstmöglich wiederherzustellen.

Außerdem muss eine Partizipation Dritter an Leistungen der Apotheke ausgeschlossen bleiben. Die Regelungen zum Schutz der freien Wahl der Apotheke müssen so ausgestaltet werden, dass auch Dritte, genauso wie Apotheker, Ärzte oder gesetzliche Krankenkassen, keine Rezeptzuweisungen insbesondere aus kommerziellen Interessen vermitteln und organisieren dürfen.

Die notwendige gesetzgeberische Stärkung umfasst die Bereiche Sicherstellung der frei- und heilberuflichen sowie unabhängigen Apothekenstruktur sowie ein der steigenden Dynamik der pharmazeutischen Versorgungsleistung und den regulatorischen Anforderungen Rechnung tragendes Vergütungssystem.

Bei Modellvorhaben mit Beteiligung von Apotheken ist vorzusehen, dass diese nur zulässig sind, wenn die Landesapothekerverbände beteiligt sind und die Teilnahme allen Apotheken in einer Region offensteht. Bei allen Regelungen im Bereich des Apothekenwesens muss das Ziel berücksichtigt werden, zum Wohle der Patienten die Arzneimittelversorgung über die Apotheken vor Ort zu sichern und zu stärken.“

Mehr Informationen unter www.abda.de

 

 

Hamburg, 19. Juni 2019:

Die Kammerversammlung der Apothekerkammer Hamburg hat auf Ihrer gestrigen Versammlung eine Resolution verabschiedet, mit der Sie die Bundesregierung auffordert sich für den Erhalt der Gleichpreisigkeit einzusetzen und den § 78 Abs. 1 Satz 4 AMG nicht zu streichen.

Allen Anwesenden war es wichtig, mit der Resolution ein deutliches Zeichen gegenüber der Politik zu setzten, dass man sich bei dem derzeit in der Diskussion befindlichen "Vor-Ort-Apotheken-Stärkungsgesetz" nicht im Konsens befände. Hier finden Sie die Resolution.

 

 

Gesundheitskompetenz ist die Fähigkeit, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und anzuwenden, um im Alltag angemessene Entscheidungen zur Förderung der eigenen Gesundheit treffen zu können. Die Hälfte der Hamburgerinnen und Hamburgern sieht sich nach eigener Aussage nicht als umfassend gesundheitskompetent an. Dies kann negative Auswirkungen bei der Orientierung im Gesundheitswesen sowie beim Verständnis von Therapie- und Arzneimittelplänen haben und letztlich zu schlechterem Gesundheitsverhalten, vermindertem Behandlungserfolg und höheren Kosten im Gesundheitswesen führen. Dabei entscheidet häufig der soziale Status über den Umfang der Gesundheitskompetenz und hat letztlich auch Einfluss auf die Lebenserwartung. Die Apothekerkammer Hamburg hat sich vor diesem Hintergrund unter der Leitung der Behörde für Gesundheit- und Verbraucherschutz zusammen mit den Mitgliedern der Landeskonferenz Versorgung in einer Arbeitsgruppe mit dem Thema Gesundheitskompetenz der Hamburger Bürger auseinander gesetzt und konkrete Maßnahmen entwickelt, um die Gesundheitskompetenz der Hamburger Bevölkerung zu erhöhen.

Um Patientinnen und Patienten zu unterstützen, werden Notizblöcke für "3 Fragen zu Ihrer Gesundheit" zur besseren Vor- und Nachbereitung von Arzt-Patienten-Kontakten sowie eine neue Internetseite zur Gesundheitskompetenz unter www.hamburg.de/gesundheitskompetenz bereit-gestellt. Die Broschüren "Gesundheitsversorgung in Deutschland - einfach erklärt", "Ich muss ins Krankenhaus" und "Ihre Rechte als Patient und Patientin" werden in einfacher Sprache heraus-gebracht und sollen Patienten bei der Orientierung im Gesundheitssystem helfen.

Moderne Informationsmedien der Institutionen der Landeskonferenz (z.B. Gesundheitsinformations-Apps) sollen verstärkt zur Ansprache bestimmter Zielgruppen genutzt werden. Informationsmaterialien sollen weitgehend in einfacher oder leichter Sprache und barrierefrei herausgegeben werden.

Auch die Zugänge des Öffentlichen Gesundheitsdienstes in Kindertagesstätten und Schulen sollen weiter ausgebaut werden, um die frühzeitige Vermittlung gesundheitsrelevanter Informationen und Verhaltensweisen zu fördern. In den Hamburger Bildungsvorgaben sind gesundheitsfördernde Maßnahmen fest verankert. Im Rahmen der Gesundheitsförderung werden in Absprache mit den zuständigen Institutionen Kindertagesstätten, Schulen und Berufsschulen bei Bedarf geeignete pädagogisch geschulte und/oder medizinische, psychotherapeutische und pharmazeutische Fachkräfte zur Verfügung gestellt, um Themen zum Gesundheitssystem, z.B. zur Körper-pflege, zur Reanimation, zur Ersten Hilfe, zur seelischen Gesundheit und gesunden Ernährung zu behandeln. Als beispielhaft gelten hier die Prophylaxeprogramme und Unterrichtsaktivitäten der Landesgemeinschaft zur Förderung der Jugendzahnpflege in Hamburg e.V. (LAJH) zur Zahn-pflege und zu zahngesunder Ernährung in KiTas und Schulen.

Das Projekt der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz "MiMi - Migranten für Migranten", das Kenntnisse von Migrantinnen und Migranten über das deutsche Gesundheitssystem verbessern hilft, soll mit Blick auf die deutschsprachige Bevölkerung ausgeweitet werden.

Die Akteure der Landeskonferenz Versorgung unterstützen alle Maßnahmen, bei denen im Rahmen der Ausbildung/des Studiums oder der Weiterbildung der medizinischen, pharmazeutischen, psychotherapeutischen und pflegerischen Fachkräfte der direkte Kontakt zwischen Studieren-den/Auszubildenden und Nutzern des Gesundheits-/Pflegesystems zur Kommunikation und Interaktion hergestellt wird (z.B. Gesundheitsakademie des UKE). Im Rahmen der Fortbildungsangebote für medizinische, psychotherapeutische, pharmazeutische und pflegerische Fachkräfte sollen verstärkt Methoden der Gesprächsführung vermittelt werden.

Das Hamburger Netzwerk für Versorgungsforschung (HAM-NET) hat sich beim Bundesministerium für Bildung und Forschung um Fördermittel für das Projekt "Gesundheitskompetente Organisationen" beworben. Hierbei sollen die Institutionen der Landeskonferenz überprüfen, inwieweit sie Maßstäbe einer guten Gesundheitskompetenz erfüllen und Ansätze für die Verbesserung erarbeiten.

Die Notfallversorgung wird in Kürze bundesrechtlich neu organisiert. Ambulante und stationäre Notfallversorgung sollen besser zusammenarbeiten. Wenn die Neuorganisation abgeschlossen ist, wird die Gesundheitsbehörde in Abstimmung mit der Landeskonferenz Versorgung eine Öffentlichkeitskampagne zur richtigen Nutzung unseres Notfallsystems auf den Weg bringen.

Unter folgendem Link finden Sie weitere In formationen zu den Unterlagen rund um das Thema Gesundheitskompetenz: https://www.hamburg.de/gesundheitskompetenz/

 

 

Anlässlich des 11. Europäischen Antibiotikatages am 18. November 2018 startet die zweite Welle der Kampagne „Antibiotika gezielt einsetzen. Damit sie wirksam bleiben.“ Plakate wurden sowohl an die Hamburger Arztpraxen verschickt als auch öffentlichkeitswirksam an Stadtinformationsanlagen und Infoscreen-Spots aufgehängt.

Ziel der zweiten Plakatierung ist eine erhöhte Aufmerksamkeit in der Bevölkerung für die seit April laufende Kampagne. Denn wenn Antibiotika zu häufig und unnötig eingesetzt werden, erhöht sich das Risiko von Resistenzen. Selbst harmlose Verletzungen, Standardoperationen und Infektionen können dann bereits zum Tode führen, wenn die lebensrettenden Medikamente nicht mehr wirken.

An der Aufklärungskampagne sind u. a. die Gesundheitsbehörde, Krankenkassen, Ärzte-, Zahnärzte- und Psychotherapeutenkammer, die Krankenhausgesellschaft, Apotheker und Patientenvertreter beteiligt.

Diese und weitere Informationen stehen unter www.hamburg.de/antibiotika-gezielt zur Verfügung.

 

„Hamburger Gesundheitsschnack“

Apothekerkammer Hamburg hat Gesundheitsblog gestartet

 Hamburg, 04.06.2018 – Die Nase läuft, der Hals kratzt – was können Betroffene tun, um die Beschwerden zu lindern? Wie funktioniert das menschliche Immunsystem? Und welche skurrilen Geschichten passieren eigentlich im Apothekenalltag? Das sind nur einige der Themenkomplexe aus dem „Hamburger Gesundheitsschnack“, dem neuen Gesundheitsblog der Apothekerkammer, der heute offiziell an den Start gegangen ist. Erreichbar ist dieser ab sofort unter www.gesundheits-schnack.de.

Gesundheitstipps und mehr

Um den Dialog mit den Menschen auch Online aufrechtzuerhalten, finden Interessierte im neuen Blog ab sofort zahlreiche Tipps rund um das Thema Gesundheit, Arzneimittel und den Beruf des Apothekers. Die Beiträge sollen dabei helfen, sich über leichtere Erkrankungen zu informieren und einen ersten Anhaltspunkt zur Therapie zu finden. Aber auch Beiträge zu aktuellen Themen aus Hamburg und Umgebung gehören zum Repertoire des Blogs.

Apothekenalltag erfahrbar machen

Neben klassischen Gesundheitstipps gibt es die Rubrik „Dööntjes aus der Apotheke“, die über spannende, lustige und skurrile Geschichten aus dem Apothekenalltag Hamburgs berichtet. Mit dem Blog möchte die Apothekerkammer die Hamburger dazu ermutigen, sich mehr mit ihrer Gesundheit und dem eigenen Wohlbefinden auseinanderzusetzen. Er soll aber auch ein Bewusstsein für die Leistung der Hamburger Apothekerinnen und Apotheker schaffen und auch junge Menschen für den Beruf des Pharmazeuten begeistern.

Geprüfte Beiträge

Alle Blogbeiträge sind stets aktuell und von Apothekerinnen und Apothekern auf Richtigkeit und Vollständigkeit geprüft. Mit aktuellen Ankündigungen zu regionalen Veranstaltungen informiert die Apothekerkammer über weitere Aktivitäten.

 

Ab dem 18. April 2018 startet die Kampagne „Antibiotika gezielt einsetzen. Damit sie wirksam bleiben“. Die Hamburger Landeskonferenz für gesundheitliche und pflegerische Versorgung hat unter Leitung der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz und unter Mitwirkung der Apothekerkammer Hamburg einen Strategie- und Maßnahmenplan entwickelt, damit unnötige Antibiotikaverordnungen möglichst vermieden werden und die Wirksamkeit von Antibiotika erhalten bleibt.

Antibiotika zählen zu den weltweit am häufigsten verschriebenen Medikamenten und gelten seit ihrer Entdeckung vor über 70 Jahren als Wunderwaffe gegen bakterielle Infektionen. Bezogen auf die Verordnungshäufigkeit nehmen sie seit vielen Jahren eine Spitzenposition unter den verordnungsstärksten Wirkstoffgruppen ein. Die Anwendung dieser Arzneimittel beinhalten allerdings auch Risiken. Werden Antibiotika zu oft, über einen zu langen Zeitraum oder unsachgemäß angewandt, begünstigt das die Entstehung und Verbreitung von resistenten Erregern. In Deutschland werden die meisten Antibiotika im ambulanten Bereich verordnet (85%), überwiegend durch Hausarztpraxen. 2014 wurden etwa 39 Millionen Antibiotika-Rezepte ausgestellt. Hauptindikation waren dabei die akuten Atemweginfekte, die jedoch in mehr als 90% der Fälle auf Viren zurückzuführen sind.

Um unnötige Antibiotikaverordnungen in Hamburg zu verringern und die Resistenzlage nachhaltig zu verbessern hat die Landeskonferenz verschiedene Handlungsfelder identifiziert und entsprechende Maßnahmen neu entwickelt oder bereits bestehende aufgenommen. Insbesondere die Aufklärung der Bevölkerung und eine Sensibilisierung in den Gesundheitsberufen für das Thema stehen im Mittelpunkt der Kampagne. Dazu erhalten Arztpraxen und Apotheken verschiedene Abreißblöcke zur Mitgabe und Aufklärung der betroffenen Patienten. Eine Homepage, auf der das gesamte Maßnahmenpapier und weiterführende Informationen zu finden sind, wurde erstellt. Um möglichst viele Hamburger zu erreichen werden zusätzlich Plakate in U-und S-Bahnen, an Litfaß-Säulen, Stadt-Informationsanalagen angebracht und Postkarten über die Stadt verteilt.
 
Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie ab 18. April 2018 unter www.hamburg.de/antibiotika-gezielt.

 

 

 

Ab dem 20. März 2018 startet die Kampagne „Medikamentenreste richtig entsorgen“. Die Kampagne ist eine gemeinsame Aktion von HAMBURG WASSER, der Behörde für Umwelt und Energie und der Apothekerkammer Hamburg. Kernbotschaft der Kampagne ist, dass Alt-Medikamente im Rahmen der Entsorgung nicht über die Toilette in den Wasserkreislauf gelangen sollen, sondern in den Restmüll gehören. 

In Deutschland werden jährlich 30.000 Tonnen Medikamente verkauft. Von den 2.300 zugelassenen Wirkstoffen ist rund die Hälfte als potenziell umweltrelevant einzustufen. Diese gelten als schwer abbaubar und können sich somit in der Umwelt anreichern. Dazu gehören beispielsweise Schmerzmittel wie Diclofenac, Blutdrucksenker, Hormone oder Wirkstoffe wie Gabapentin und Carbamazepin. Das Problem: Heutige dreistufige kommunale Kläranlagen sind nicht auf die Eliminierung von Spurenstoffen im Abwasser ausgerichtet. Auch wenn derzeit aufgrund der geringen Konzentration der Stoffe im Wasser eine Gesundheitsgefahr laut Umweltbehörde noch nicht gegeben ist, haben aber auch Niedrigst-Konzentrationen Auswirkungen auf die Gewässerökologie. Auch die unerwarteten Effekte durch die Wechselwirkung zwischen verschiedenen Wirkstoffen sind längst noch nicht ausreichend bekannt. Hier gilt es deshalb schon jetzt, durch eine richtige Entsorgung vorzubeugen. 

Eine repräsentative Umfrage von HAMBURG WASSER und der Umweltbehörde hat ergeben, dass sich jeder Vierte nur mangelhaft über die richtige Entsorgung von nicht mehr benötigten Arzneimitteln informiert fühlt. Mehr als 40 Prozent gaben an Reste von Medikamenten schon mindestens einmal oder regelmäßig über die Toilette/Spüle entsorgt zu haben. Fast zwei Drittel der Befragten wünschen sich mehr Aufklärung dazu. Diese soll im Rahmen der gemeinsamen Kampagne nun erfolgen.

Durch bedruckte Papiertüten, die in den Hamburger Apotheken ausgegeben werden, soll das Bewusstsein der Patienten für das Problem geweckt und auf eine umweltschonende Entsorgung hingewiesen werden. Weitere Informationen zu dem Thema sind ab Kampagnenstart auf https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/themen/klar-zum-aendern/ zu finden.

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