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Zum 1. Januar 2019 wird der elektronische Medikationsplan (eMP) flächendeckend eingeführt. Er soll einen elektronischen Datenaustausch zwischen Ärzten und Apothekern mithilfe der verschlüsselten Datenspeicherung auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) des Versicherten gewährleisten. Die Informationen auf der eGK können dann z.B. in einer gesicherten Umgebung wie der Apotheke wieder entschlüsselt und abgerufen werden. Hierfür wird als Zugangsschlüssel der elektronische Heilberufeausweis (HBA) sowie eine Institutionenkarte (SMC-B) benötigt.

Bei der Einführung der eGK wurde vorgesehen, dass alle Berechtigten gemäß § 291 a Absatz 4 SGB V auf die Daten der eGK zugreifen können. Berechtigte in diesem Sinne sind Apotheker, Pharmazieingenieure, Apothekerassistenten und Apothekenassistenten. Der Zugriff der Berechtigten auf die Daten der eGK richtet sich dabei nach der jeweiligen Anwendung der spezifischen Nutzergruppe und erfolgt dabei unter Einsatz des HBA. Sobald der HBA über das Stecken ins Lesegerät in die Telematikinfrastruktur (TI) eingebunden ist, ist er in der Lage seinen Inhaber als zum Berufsstand der Heilberufe (z.B. Apotheker) dazugehörend und damit Berechtigten i.S.d. § 291 a SGB V zu authentifizieren.

Neben der Möglichkeit der Authentifizierung seines Inhabers bietet der HBA genau wie der neue Personalausweis auch die Möglichkeit einer rechtsverbindlichen Unterschrift mit Hilfe der qualifizierten elektronischen Signatur.

Neben dem HBA gibt es eine weitere Karte, die Institutionenkarte (SMC-B). Sie dient über das Stecken in den dann in der Apotheke vorhandenen Konnektor der Identifizierung der Apotheke in der TI. Ohne Konnektor und SMC-B keine Anbindung bzw. Verbindung mit der TI. Außerdem unterstützt die SMC-B den Einsatz des HBA zur Legitimation in der TI für den Zugriff auf die Daten der eGK.

Die Apothekerkammern sind auf Basis der jeweiligen Heilberufekammergesetze der Länder die ausgebende Stelle für die HBA`s sowie im Folgenden auch für die SMC-B`s. Diese bedienen sich dabei eines rahmenvertraglich gebundenen Dritten (qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter), der die Produktion und die Auslieferung des HBA und der SMC-B an die Berechtigten durchführt. Die Antragsstellung auf Herstellung der Karten erfolgt jedoch ausschließlich bei der zuständigen Landesapothekerkammer.

Die Gültigkeit des HBA / der SMC-B ist abhängig von der Laufzeit des Rahmenvertrages und kann bis zu fünf Jahre betragen. Die technische Gültigkeit der Zertifikate ist auf maximal fünf Jahre begrenzt.

Für die Nutzung werden die qualifizierten Vertrauensdiensteanbieter eine monatliche Nutzungsgebühr erheben. Das Antragsverfahren für den HBA und die SMC-B ist für Kammermitglieder bei der Apothekerkammer Hamburg kostenfrei.

Zu unserem Rundfax Nr. 24 vom 31.05.2018 (hier) noch eine weitere Information:

Die Beglaubigung kann durch jede Siegelführende Stelle (Bezirksamt, Schulen, Uni, Notar usw.), die nicht mit der Apothekerkammer Hamburg identisch ist, durchgeführt werden.